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12 März 2018

Legendäres swibro Cup Wochenende in St. Gallen

Autor: Dominik,
Posted in Turniere

Diesen Sonntag fand wie immer in März der swibro Cup in St. Gallen statt. Nachdem es die letzten beiden Jahre nicht geklappt hatte, nahmen wir dieses Jahr wieder mit einer kleinen aber feinen Delegation daran teil. 
Da St. Gallen nicht gerade um die Ecke liegt und das Turnier bereits um 8 Uhr in der Früh beginnt, entschlossen wir uns wiederum, am Samstag Abend anzureisen und direkt im Athletik Zentrum zu übernachten. Da gibts tiptope Zweierzimmer zu einem günstigen Preis. 
Nach der Ankunft stellten Sven, Urbi und ich fest, dass im vordersten Teil der Halle noch Licht brannte.

Wir witterten unsere Chance und gingen mal fragen, ob wir da noch trainieren dürfen. Leider war die eine Frau am Büffet noch strenger als meine Französischlehrerin zu Kantizeiten und schickte uns wieder weg. 
Also blieb uns nichts anderes mehr übrig, als in die Stadt essen zu gehen. So mussten wir armen Kerle halt in den Mc Donald's ;-) 


Um perfekt auf den nächsten Tag vorbereitet zu sein, gönnten wir uns anschliessend im Zimmer noch ein Hawaiianisches Longboard-Bier (Liquid Aloha). Mit Aloha konnte nun wirklich nichts mehr schiefgehen. 


So konnten wir am Sonntag schon fast ausschlafen und nach einem Schoggigipfeli und einer Flasche Innocent waren wir bereit, die Treppe hinunterzusteigen und die Arena zu betreten. 


Die Halle in St. Gallen ist schlicht das beste, was man an Turnieren in der Schweiz finden kann. 46 Tische, massenhaft Platz, guter Boden und gutes Licht. Besser gehts nicht, so macht Tischtennis Spass. 
Im Doppel C/D mussten sich Urbi und Pascal Stierli im Achtelfinal den späteren Finalisten nach 2:0 Führung geschlagen geben. Sven und ich hatten in der ersten Runde mächtig zu kämpfen. Danach fanden wir uns und konnten im Halbfinal Zoran/Di Scala - das mit 3 Antibelägen wohl hässlichste Doppel der Schweiz - wegknallen. Im Final starteten wir dann sehr schlecht und mussten die ersten beiden Sätze abgeben. Danach schalteten wir den Kopf ein, griffen weniger an, dafür wenn dann Vollgas. So konnten wir das Spiel gewinnen und zuoberst aufs Podest steigen. 
An unsere Gegner an der Aargauer Meisterschaft in zwei Wochen: Geht trainieren, wir sind bereit wink
Oder wie Sven es ausgedrückt hat: Meldet euch am besten wieder ab tongue-out



In sämtlichen Einzelkategorien gab es Gruppenspiele und wir alle überstanden diese in jeder Kategorie. Urbi schlug dabei im Herren C Di Scala mit taktisch klugen Ballonbällen. Sven gewann im Herren B gegen Aarkash George (B13) mit Ankündigung. Ich landete im Herren B tatsächlich in einer Zweiergruppe. Da wurde der Begriff "Gruppenspiele" wohl neu definiert ;) Durch dieses enge Spiel gegen einen C10er kam ich richtig in Fahrt. Nach weiteren Siegen verlor ich erst im Viertelfinal gegen den jungen Nemo Milos (B13) in einem geilen Spiel mit 11:9 im 5. Satz. Sven kam ebenfalls bis in den Viertelfinal und unterlag dort Tati Svobodova. 
Im Herren D flog Stierli bereits im 1/16-Final raus. Urbi kam problemlos in den Achtelfinal. Dort traf er auf das 10-jährige Nachwuchstalent Noe Keusch (Uster). Dieser machte an diesem Turnier wohl gleich 2 Schritte nach oben und so musste Urbi sich in 5 Sätzen geschlagen geben. 

Im Herren C trafen Urbi und Sven im 1/16-Final aufeinander. Dabei zeigte der Büezer, dass das sein Tag war und er setzte sich in 3 Sätzen gegen Urbi durch. Im Achtelfinal verlor er dann gegen den unkonventionell spielenden Werner Wildhaber (Flums). Ich kam ohne Probleme in den Halbfinal, auch begünstigt durch den einen oder anderen Noppenallergiker, der mir gegenüberstand. Im Halbfinal wartete wiederum Noe Keusch. Dieser spielte mit einer bestechenden Sicherheit und vor allem was beeindruckender war: Er blieb stets ruhig, anständig und positiv, was für sein Alter doch aussergewöhnlich ist. Nach 1:2 und 6:8 blieb mir nichts anderes übrig, als auf Tutti zu gehen und viel druckvoller zu spielen. Dies gelang mir und so konnte ich Noe (wohl zum ersten und letzten mal) in die Knie zwingen. 
Im Final stand ich dann Wildhaber gegenüber. So einen Spieler habe ich noch nie gesehen. Ohne Noppenbelag spielte er Super-Ultra-Defense. Seine Bälle konnte ich schlicht nicht ziehen und alles was nicht flach kam verhaute ich. Nach 15 zum Teil umkämpften Spielen fehlte auch etwas die Energie und die Spannung. So entschied ich mich nach 0:2 Sätzen das Spiel komplett umzustellen. Ich legte die Bälle nur noch rüber, zur Not auch 3 Meter hoch. Das zahlreiche Publikum wollte nicht mehr aufhören zu johlen. Trotz allem ging auch dieser legendäre Satz in der Verlängerung verloren. Wer das komplette Video zu diesem Plausch-Glünggisatz will, kann es bei Sven anfordern wink

 
So ging ein hervorragendes Turnierwochenende zu Ende. Nächstes Jahr steht der swibro Cup bestimmt zu oberst auf unserem Turnierplan. 
Danke an den TTC St. Gallen und Dominic Sonderegger für den gelungenen Anlass.  

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Dominik

Dominik Zeltner - seriöse Berichterstattung ist nicht meine Stärke

Kommentare (1)

  • Willi Häusler

    Willi Häusler

    13 März 2018 um 11:15 |
    Das Video habe ich gesehen und es ist zum Brüllen. Zeltner wie ein minus D1 gegen einen Super-Ultra Defense, aber selber Noppen spielen. Das Mitleid hält sich somit in grossen Grenzen!!!

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